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Basel II

Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) hat als Ausgangsbasis die im Juli 1988 veröffentlichten Basel I - Regelungen. Der Baseler Ausschuss verfolgte mit Basel I zwei Ziele: Zum einen sollte die Stabilität der internationalen Finanzmärkte gestärkt werden, zum anderen sollten bestehende Unterschiede zwischen den verschiedenen nationalen Bankaufsichtssystemen beseitigt werden, die den Wettbewerb beeinflussen. Während die Regelungen von Basel I extern vorgegeben, sehr pauschal und im Bereich des Kreditrisikos im Zeitablauf praktisch unverändert blieben, arbeiteten die Banken kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihrer internen Risikomanagement-Verfahren. Diese ermöglichten eine individuellere Einschätzung des Kreditrisikos oder auch des operationellen Risikos. Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen und die bankinternen Einschätzungen des Risikos liefen somit zunehmend auseinander. Gleichzeitig konnten neue Bankprodukte mit dem bestehenden aufsichtsrechtlichen Instrumentarium nur unzureichend abgebildet werden. Darüber hinaus begannen mehr und mehr Banken über komplexe Transaktionen aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen zu umgehen. Dies alles in Verbindung mit den Turbulenzen innerhalb des weltweiten Finanzsystems in der zweiten Hälfte der 90er Jahre machte eine grundlegende Neuregelung notwendig.

Am 26. Juni 2004 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht das endgültige Rahmenwerk der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) veröffentlicht. Dabei wird der frühest mögliche Starttermin für den fortgeschrittenen internen Rating Ansatz auf Ende 2007 festgesetzt.

Basel II basiert auf drei Säulen:

  • Die erste Säule repräsentiert den minimalen notwendigen Eigenkapitaleinsatz. Dabei soll speziell das tatsächliche Risiko für die Banken berücksichtigt werden.
  • Die zweite Säule behandelt die bankenaufsichtlichen Überprüfungsprozesse.
  • Die dritte Säule befasst sich mit der Transparenz der Bilanzen für die Öffentlichkeit.

Basel II bezieht sich zunächst auf interne Bankvorschriften. Es wird jedoch allgemein erwartet, dass gleiche Maßstäbe, die an das Kreditrisiko für Banken geknüpft werden, auch an deren Kunden weitergegeben werden. Das bedeutet, dass es auch für die Privat-Wirtschaft eine direkte Abhängigkeit zwischen den Konditionen für die Geldbeschaffung und den Kreditrisiken geben wird.

Die Einrichtung von internen Kontrollen und (IT-)Sicherheitsmaßnahmen, die maßgeblich Risiken für das Unternehmen mindern, werden sich nach den bisherigen Erwartungen aufgrund von Basel II positiv auf mögliche Kreditkonditionen auswirken. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies Insbesondere für Unternehmen zutrifft, deren Geschäftsfeld stark von der IT abhängig ist.

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